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Aufruf des Beirats Blumenthal

Beschlossen am 08.02.2016

Der Beirat in Bremen Blumenthal bittet die BürgerInnen um ehrenamtliches Engagement an den Schulen!
Engagement der Eltern und Großeltern. Engagement von Menschen, die Ihr Wissen und Ihre Talente einbringen wollen. Kinder in Blumenthal haben unterschiedliche Startchancen in ein Leben, dass sie erfolgreich selber gestalten möchten.
Ein hoher Anteil der Kinder lebt in ihren Familien von staatlicher Förderung. Viele Kinder leben bei einem alleinerziehenden Elternteil und 50% der Kinder haben einen Migrationshintergrund! Es gibt viele Möglichkeiten zu helfen ( wie uns auch das Vorbild Eva Seligmann zeigt).

Unsere Schulen brauchen Unterstützung in der Klassenelternvertretungen und in der Schulelternvertretungen, in den Schulvereinen, bei schulischen Veranstaltungen, oder als Begleitung bei Ausflügen und Klassenfahrten.

An den Grundschulen können sogenannte „Lese-Omas“ ( oder Opas ) gemeinsam mit Kindern lesen und vorlesen um die Sprach- und Lesekompetenz der Kinder zu stärken. Ehrenamtliche mit guten mathematischen Kenntnissen, oder mit Fremdsprachkenntnissen, könnten am Nachmittag Nachhilfe anbieten. Nicht alle Eltern sind in der Lage PC-Kompetenzen vermitteln. Viele Kinder können niemals ein Musikinstrument erlernen. Auch an dieser Stelle wäre ehrenamtliches Engagement ein Segen.
Schüler im fortgeschrittenem Schulalter könnten von Bildungspaten profitieren, die Kindern berufliche Perspektiven aufzeigen und ein Stück weit auf ihrem Weg begleiten.
Die Bildungsbrücke Blumenthal kann finanziell durch Spenden unterstützt werden.
Alle Kinder in Blumenthal sollten optimale Voraussetzungen finden und nicht jede Aufgabe kann von Lehrern, von der Schule, oder vom Staat gelöst werden! Wenn wir für unsere Kinder einstehen, sind wir auf einem guten Weg. Unser Dank gilt Allen, die wie Eva Seligmann zu ihren Lebzeiten, beispielhaft voran gehen!

Eva Seligmann ( Volksschullehrerin ) wurde 1912 in Berlin geboren und starb 1997 in Bremen. Als Tochter eines jüdischen Vaters wurde sie von den Nazis verfolgt.
Sie kam 1956 nach Bremen und fand hier ihre erste Anstellung an der Schule „Am Brommy-Platz“.
Eva Seligmann hat sich vielfältig engagiert. So hat sie in Blumenthal die „Hausaufgabenhilfe“ ins Leben gerufen, wobei sie Kindern von Migranten, vorwiegend damals aus der Türkei, half, sich in der Schule zu integrieren.
Zu ihrem Gedenken erhielt die AWO-Begegnungsstätte Farge anlässlich des 35 jährigen Jubiläums 1999 den Namen Eva Seligmann Haus.